Emirates Flight Catering erlangt als Erster der Branche die Zertifizierung gemäß ISO 45001

Mit der Zertifizierung durch Lloyd’s Register übernimmt Emirates Flight Catering die Führungsrolle in der Catering-Branche, indem es als weltweit erstes Catering-Unternehmen für Fluglinien die neue international anerkannte Norm für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit nachweislich umsetzt.

Über 11.000 Mitarbeiter bei Emirates Flight Catering (EKFC) in Dubai bereiten jeden Tag 225.000 Mahlzeiten für über 100 Fluglinien zu, darunter auch die Fluglinie Emirates. Köche aus 58 Nationen vereinen viele Jahre kulinarischer Erfahrung und stellen sicher, dass die Fluggäste Speisen genießen können, die höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden. 

Emirates Flight Catering ISO 45001 

Um diese Standards zu halten, räumt das Unternehmen der Gesundheit und Sicherheit seiner Mitarbeiter höchste Priorität ein. Wie wichtig das für EKFC ist, belegt die Tatsache, dass es als weltweit erstes Catering-Unternehmen für Fluglinien die Zertifizierung gemäß ISO 45001 erreicht hat – der neuen international anerkannten Norm für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Für die Zertifizierung führte ein Team von unabhängigen Auditoren des globalen Assurance-Unternehmens Lloyd’s Register ein fünftägiges Audit durch.

Simon Reat, Assistant Vice President des Teams für Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz, erklärt: „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter war seit jeher ein elementares Anliegen, nicht nur für uns als Abteilung sondern auch für das Führungsteam. Es besteht aber immer Verbesserungspotenzial. Die Auseinandersetzung mit den Anforderungen der Norm ISO 45001 regte uns dazu an, intern verschiedene Initiativen anzustoßen. Ziel war es, eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der jeder Einzelne Verantwortung für eine sichere und nachhaltige Arbeitsumgebung übernimmt.“

Die Initiativen stellen die Mitarbeiter auf allen Unternehmensebenen in den Mittelpunkt. Sie wurden mithilfe von Diskussionen, Besprechungen und Präsentationen der obersten Leitung und des mittleren Managements in das Projekt einbezogen.  

„Wir wollten Vorschläge und Meinungen aus allen Abteilungen hören und haben es uns zum Ziel gesetzt, alle Mitarbeiter auf dem Laufenden zu halten – nicht nur das Management,“ so Simon Reat weiter. „Es war uns ein Anliegen, unsere Motivation für diesen Fokus zu verdeutlichen: Warum wir eine Gefahrenanalyse durchführen müssen, warum wir zusammenarbeiten und uns alle einbringen sollten und warum wir einen Rahmen schaffen müssen, mit dem sichergestellt wird, dass wir alle für die Gesundheit und Sicherheit verantwortlich sind. Wenn die Gründe klar sind, verstehen die Beteiligten die Zielsetzung besser und engagieren sich mehr.“

Ziel war eine grundlegende Veränderung der Unternehmenskultur, so Simon Reat: „Die Aufgabe stellte uns vor große Herausforderungen, war aber gleichzeitig spannend. Dank der Initiativen haben unsere Mitarbeiter die positive Sicherheitskultur verinnerlicht. Diejenigen, die anfangs Bedenken hatten und längere Arbeitszeiten und Mehraufwand befürchteten, erlebten eine angenehme Überraschung. Unsere Kampagne ‚My safety, my reason‘, die sich auf unsere sicherheitsrelevanten Verhaltensweisen – und ihre Auswirkungen auf uns selbst, unsere Familien und unsere Kollegen – konzentriert, war ein durchschlagender Erfolg. Initiatorin der Kampagne war Divya Menon, die Beauftragte für Sicherheit am Arbeitsplatz bei EKFC.“ 

„Die Mitarbeiter sind begeistert. Wir werden am Gang darauf angesprochen, wie positiv sich diese Kampagne ausgewirkt hat. Es gehen Unmengen an Anfragen von Kollegen bei uns ein, die mehr darüber wissen möchten. Das bedeutet zwar mehr Arbeit für uns, aber zu sehen, wie sich alle engagieren, ist es wert.“

ISO 45001 wurde als die weltweit erste international anerkannte Managementsystemnorm für die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit entwickelt, um arbeitsbedingte Verletzungen und Unfälle zu verhindern. Der Schwerpunkt der Norm ISO 45001 liegt auf der Verminderung von Risiken und der Verbesserung der Leistung im Bereich der Sicherheit und Gesundheit. Sie hilft Unternehmen dabei, die Sicherheit in der Arbeitsumgebung zu erhöhen und die Gesundheit der Mitarbeiter zu verbessern.

Simon Reat führt weiter aus: „Für uns war das Audit ein Test, wie erfolgreich unsere Initiativen waren. Wir informierten unsere Mitarbeiter, einschließlich des Sicherheitsteams, nicht über den Besuch der Auditoren, denn wir wollten unsere alltäglichen Abläufe überprüfen und feststellen, ob wir rund um die Uhr gut arbeiten – nicht nur beim Audit. Wir baten die Auditoren, uns nicht zu sagen, wo unsere Stärken liegen, sondern uns Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Wir waren erst etwas nervös, aber es war dann ein absolutes Vergnügen, mit einer Organisation wie Lloyd’s Register zusammenzuarbeiten. Die Auditoren waren sehr kompetent: Sie hatten Ahnung von unseren Geschäftsabläufen und der Branche, in der wir arbeiten. Ihnen sind gut funktionierende Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit genauso wichtig wie uns.“

Yazan Al Huhhud, leitender Auditor bei Lloyd’s Register, erklärt: „Die Norm ISO 45001 wurde vor weniger als einem Jahr veröffentlicht. Sie umfasst viele Bereiche, die bereits in der Norm OHSAS 18001 behandelt wurden. Sie weist aber auch einige neue Elemente auf wie die Schaffung eines Rahmens für die Lieferkette, um eine positive Gesundheits- und Sicherheitskultur zu fördern. Dass EKFC die Zertifizierung gemäß ISO 45001 innerhalb von weniger als einem Jahr nach der Veröffentlichung der Norm erreicht hat, belegt das Engagement des Unternehmens für seine Mitarbeiter und seine Kunden.“

Simon Reat zieht folgendes Fazit: „Nach unserer erfolgreichen Zertifizierung werden zweifellos andere Unternehmen in unsere Fußstapfen treten. Allen, die eine Zertifizierung in Erwägung ziehen, würde ich eine Zusammenarbeit mit Lloyd’s Register nachdrücklich empfehlen, da das Unternehmen wertschöpfende, qualitativ hochwertige Dienstleistungen bietet. Wir sind davon überzeugt, dass sich die Norm ISO 45001 durch die Förderung positiver Verhaltensweisen in unserer Organisation bezahlt machen wird.“